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Ist es Zeit für ein WMS aus der Cloud? Ja


Warehouse Management Systeme (WMS) traten erst spät die Reise in die Wolke an und man sah sie lange Zeit nur für einfache Lagerabwicklungen als geeignet an. Offenbar haben sich diese Zeiten geändert. Wie in vielen anderen Bereichen der Software-Industrie auch, hat sich der Umzug in die Cloud auch bei Warehouse Management Lösungen beschleunigt. Der Logistik-Software-Experte Rüdiger W. Schwarz der +Benefit Group postuliert daher, dass diese Systeme in wenigen Jahren den WMS-Markt in Bezug auf Installationszahlen dominieren werden. Es wird aber weiterhin WMS Anbieter geben, die an diesem Wechsel in die Cloud nicht partizipieren.

Tatsache ist, dass cloudbasierte Lösungen den jüngsten Versuch in einer Reihe von Ansätzen zur Verlagerung der Software-Implementierung und des Software-Betriebs auf IT-Infrastrukturen außerhalb der Unternehmen darstellen. Vormals sprach man hierbei von Application Service Providing (ASP), Hosted Software, On-Demand Software, Software-als-Service (SaaS) und seit einigen Jahren eben Cloud-Software. Auch wenn alle diese Ansätze betonen, dass die Softwarebereitstellung über das Netz, also remote, erfolgen, gibt es wesentliche Unterschiede bei den cloudbasierten Lösungen von heute:

  • Gehostete oder on-demand-Lösungen, wurden für einen bestimmten Kunden auf einem dedizierten Server gehostetet, in einigen Fällen mit einer Front-End-Technologie wie z.B. Citrix. Das waren aber keine echten web-basierten Lösungen!

  • Eine Software-Bereitstellung aus der Cloud, sollte wirklich web-basiert sein und Technologien verwenden, um die IT-Lösung über mehrere Computer in Server Farmen laufen zu lassen, so dass so viel Rechenleistung zugeteilt werden kann, wie ein bestimmter Benutzer zu einem Zeitpunkt gerade braucht. ohne zusätzliche Leistung kaufen oder leasen zu müssen, wenn gelegentlich Lastspitzen verarbeitet werden.

  • Ebenso bedeutet Cloud aber auch multi-tenant. Bei einer Multi-Tenant-Architektur wird nicht für jeden einzelnen WMS Kunden eine dedizierte Infrastruktur bereitgestellt, sondern alle Benutzer arbeiten auf der gleichen Plattform. Bei dieser Architektur bedient eine Instanz die verschiedenen Clients, im Gegensatz zu einer Multi-Instanz-Architektur, bei der separate Software-Instanzen oder Hardware-Systeme verschiedene Clients bedienen. Dies ist beileibe keine triviale Änderung. Die meisten WMS im Markt sind heute noch nicht dazu in der Lage! Solch ein technischer Ansatz reduziert die Verwaltungskosten für den Softwarebetrieb für Softwareanbieter deutlich, die diesen Effekt an Kunden in Form von reduzierten Preise weitergeben könnten.

Vorteile von cloudbasierten WMSEs gibt eine ganze Reihe von Vorteilen für die Bereitstellung von Supply-Chain-Softwarelösungen aus der Cloud. Dazu gehören:
  • Niedrigere Implementierungskosten: In kontrollierten Umgebungen kann der Softwarehersteller das WMS quasi ad hoc bereitstellen und mit der Einrichtung der lagerspezifischen Konfiguration und Schnittstellen beginnen. Das kann somit zu wesentlich geringeren Kosten als bei herkömmlicher Installation auf kundenspezifischen Systemumgebungen vor Ort erfolgen.

  • Time-to-Value: Die geringeren Implementierungskosten kommen größtenteils durch den deutlich reduzierten Zeitaufwand beim technischen Setup zustande. Dies hat nicht nur den immensen Vorteil, auf oft enge Terminpläne reagieren zu können, sondern verkürzt auch den Zeitpunkt bis zur effektiven Nutzung (Time-to-Value). Das ist ein zunehmend mächtig, da viele Investitionsentscheidungen auf rasche Amortisation setzen.

  • Niedrigere Vorlaufkosten: Neben geringeren Bereitstellungskosten werden Cloud-Lösungen im Allgemeinen über subscription, also mit einer Art Abonnement bepreist. Herkömmliche Modelle sind oft mit einer im Voraus zu zahlenden Lizenzgebühr für das WMS verbunden. Dies streckt und verlagert den Zahlungszeitpunkt und reduziert ganz nebenbei die Notwendigkeit eine große Investition genehmigen zu lassen! Laufend zu zahlenden Nutzungsgebühren lassen sich als variable IT-Kosten oft einfacher gestalten und steuern. Nichtsdestotrotz liefert erst eine Betrachtung aller Lebenszykluskosten nach dem Total-Cost-of-Ownership-Ansatz (TCO) über den geplanten Nutzungszeitraum eine verläßliche Basis, ob das Modell Kauf oder Miete hier besser geeignet ist.

  • Portabilität: Da gerade bei Kontraktlogistikdienstleistern Lagerstandorte öffnen und wieder schließen, wird es gerade diese Branche interessieren, dass es durch cloudbasierte Warehouse Management Software im Allgemeinen leichter wird, die Software von einem an einen anderen Standort zu übertragen: So können Templates z.B. für die immer gleiche Anbindung an die eigene Abrechnungssoftware vorkonfiguriert und wiederverwendet werden.

Es ist aber festzuhalten, dass einige Softwarehersteller manchmal die Vorteile ihrer Cloud-Lösung in Bezug auf die Bereitstellungsgeschwindigkeit übertreiben. Viele Aufgaben in einem Projekt zur Aufschaltung auf ein Cloud WMS oder das Ausrollen einem unternehmensinternen Template sind so oder so durchzuführen. Dazu gehören die saubere Definition von Soll-Prozessen, Schnittstellenentwicklung, Lagerkonfiguration, Training und das Change-Management, um nur die wichtigsten Aufgabenblöcke zu nennen. Nachteile von cloudbasierten WMS Cloud-Lösungen sind in anderen Anwendungsbereichen von Supply Chain Management Software, insbesondere beim Transport Management, bei der Supply Chain Visibilty und bei Außenhandelslösungen schon recht verbreitet. Einige Faktoren haben aber WMS Hersteller bei der Bereitstellung von cloudbasierten WMS Lösungen bislang gebremst, die bei einigen Anbietern auch weiterhin als Nachteile angeführt werden können:
  • Technische Hürden: Die größten WMS-Anbieter hatten lange nur schwach ausgeprägte Fähigkeiten zur web-basierten Bereitstellung in der Cloud. In einigen Fällen fehlt die Mehrinstanzenfähigkeit, um ein Cloud-Modell technisch überhaupt zu unterstützen. Diese Befähigung aufzuholen, erforderte Zeit in der technischen Konzeption und in der WMS Basisentwicklung.

  • Kommerzielle Hürden: Die Abhängigkeit von den sehr beratungs-lastigen Umsätzen in ihren Implementierungsprojekten hat die großen WMS-Hersteller behindert, selbst neue Wege beim Software Deployment zu beschreiten, da damit bisherige Einnahmequellen wegfallen und man so selbst Opfer des technischen Fortschritts wird.

  • Bescheidene funktionale Fähigkeiten der Cloud-Anbieter: In vielen Fällen haben WMS-Lösungen vergleichsweise bescheidene logistische Funktionalität. die nur für kleinere, wenig komplexe Distributionslager geeignet ist, so dass der Nutzen in größeren Standorten stark eingeschränkt ist. So sind insbesondere Anbindungen an automatische Lager- und Fördertechnik so gut wie nie anzutreffen, da diese stets eine individuale Konfiguration erfordern und so per se gegen Cloud WMS sprechen. Funktionen für das Drucken von Listen und Labeln sind inzwischen auch aus der Cloud gut angebunden - Google hat es vorgemacht.

  • Bedenken hinsichtlich Reaktionszeiten: Ein Lagerverwaltungssystem ist anders als die meisten anderen Supply Chain-Anwendungen auf konstante Echtzeit-Kommunikation angewiesen. Auch weniger als ein oder zwei Sekunden Zeitversatz kann operative Probleme in der RF- oder Voice-Kommunikation oder bei der Anbindung unterlagerter Steuerungen in der Lager- und Fördertechnik mit sich bringen. Dieser Punkt, dass cloudbasierte WMS oft Kommunikations- und damit Betriebsstörungen aufweisen, wird gerne auch vom Marketing der nicht cloud-fähigen WMS Anbietern ins Feld geführt. Solche Bedenken sind sicherlich nachvollziehbar, jedoch für die überwiegende Mehrheit der anwendenden Unternehmen bedeutungslos: So werden z.B. Agententechnologien eingesetzt, um zeitkritische Abfragen zu priorisieren. Neue Software-Architekturen und Bereitstellungsmodelle können die Reaktionszeiten für anspruchsvolle Betriebsanforderungen intelligent sicherstellen helfen.

  • Mangel an IT-Ressourcen: Obwohl die technische Einrichtung und die Bereitstellung der Software für ein WMS aus der Cloud ist in der Regel um Größenordnungen einfacher ist als für herkömmliche Lösungen, werden dennoch fähige IT-Mitarbeiter benötigt, die dann in relativ kurzer Zeit das System konfigurieren können. Dieser Mangel an Personal hat sich in einigen Fällen schon als das wesentliche Hindernis für einige Lager herausgestellt, so dass die Umsetzung dann nicht in einem cloudbasierten WMS erfolgte. Langfristig könnte daher ein Ziel sein, Setup und Konfiguration über elektronische Assistenten und ein Netzwerk von Consulting Partnern unabhängig von den eigenen knappen Ressourcen der WMS Anbieter zu machen. Faktisch muss man einige Aufgaben doch vor Ort auf der Fläche lösen!

Man kann somit sagen, dass diese Einschränkungen zweifelsohne den Durchbruch von Cloud WMS im Vergleich zu anderen Supply Chain Lösungen aus der Wolke verlangsamt haben und weiter behindern. Ein Konzept für eine WMS-Lösung aus der Wolke, dass alle diese Barrieren hinter sich läßt und einen attraktiven Weg für cloudbasierte Lagersoftware für große als auch kleinere Unternehmen bietet, ist also noch zu finden. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Vorteile tendenziell überwiegen und dass Cloud-WMS dabei sind, die notwendige, kritische Masse zu erreichen, die es zum Durchbruch am Markt braucht. In 2017 wurden cloudbasierte Warehouse Management Lösungen von der +Benefit Group aus Berlin nicht nur technisch, sondern auch mit Ihren quantitativen monetären und qualitativen Nutzen-Effekten detaillierter bewertet und im Rahmen einer Auswahlempfehlung auf deren Total Cost of Ownership und deren Wirtschaftlichkeit für mehrere Standorte evaluiert. Die Ergebnisse sind in eine WMS-Komplexitätsanalyse eingeflossen, an der weiter interessierte Unternehmen jederzeit gratis teilnehmen können, um einen WMS Benchmark über Prozesse, Strukturen und Systeme im Lager zu erhalten, bevor in ein Projekt zur Einführung einer neuen oder Erweiterung einer bestehenden Warehouse Management Software investiert wird. Kontakt zum Autor Rüdiger W. Schwarz und mehr über +Benefit Group: http://www.benefitgroup.de

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